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Gelsenwasser und die Stad Olfen (Gesellschaft: Genreo) wollen 2 Windräder im Wald bei Hullern errichten

baugebiet windraederAm 11.06.2015 wird im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss der Stadt Haltern am See im öffentlichen Teil ( 17:30 Uhr Ratssaal )über den Antrag der Genreo berichtet, zwei 200m hohe Windräder im Munitionsdepot Olfen zu errichten. Es ist nicht klar, ob die Windindustrieanlagen innerhalb des Zaunes oder außerhalb errichtet werden sollen. Das vorgesehene Gebiet ist als Wald oder Wald mit Sondernutzung ausgewiesen. Windindustrieanlagen sind daher nur bedingt oder gar nicht genehmigungsfähig.

Warum im Wald? Olfen hat genug andere Flächen.

Die Stadt Olfen plant zurzeit die 11. Änderung des Flächennutzungsplanes zur Ausweisung eines Bürgerwindparks. Gemeinden können in Flächennutzungsplänen Konzentrationsplanungen nach §35 Abs.3 Satz 3 BauGB für raumbedeutende Windkraftanlagen nur dann nach eigenen Vorstellungen betreiben, wenn im Regionalplan keine Flächen im Sinne einer Raumordnung ausgewiesen sind.

Für den Regierungsbezirk Münster  existiert aber ein Regionalplan, der alle Windeignungsgebiete als raumplanerische Maßnahme verbindlich festschreibt. Olfen hat eine Windvorrangzone in Rechede ausgewiesen. Die Errichtung von Windrädern außerhalb dieser Zonen ist damit regelmäßig ausgeschlossen.  Nur über ein  Zielabweichungsverfahren könnte hier eine Genehmigung erreicht werden. Erst mit Inkrafttreten des in Planung befindlichen Regionalplanes könnte eine Änderung des Flächennutzungsplanes und damit eine mögliche Ausweisung einer Windkonzentrationszone erreicht werden. standort windrad

Da dies zurzeit noch nicht der Fall ist, wären folglich die beiden geplanten Anlagen auch nicht genehmigungsfähig.

Allerdings gehören zu einer Windkonzentrationszone mindeste 3 Anlagen. Da hier jetzt zwei beantragt werden sollen, kann man davon ausgehen, dass in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere Anlagen hinzukommen sollen.

Es wird auch auf Kyrill Flächen hingewiesen, die sich als Standort eignen sollen. Hierzu sei angemerkt, dass alle Kyrill Flächen bereits mit Hilfe von Steuermitteln aus dem Landesetat aufgeforstet worden sind. Der Baumbestand ist mittlerweile 2 -4m hoch.

Kommentar:
Immer wieder wird dargelegt, dass die Windräder Teil des 2Stromlandes sein sollen. Das 2Stromland soll mit erheblichen Steuermitteln zu einem erlebnisreichen Ort der Stillen Erholung ausgebaut werden. Windindustrieanlagen sind hier völlig fehl am Platze. Die Umwelt, insbesondere eine der letzten lärmfreien Plätze in NRW wird gedankenlos dem Profit geopfert. Weiterhin ist zu klären, ob die Windindustrieanlagen durch das Projekt 2Stromland gefördert werden sollen. Gelder für den Ausbau des historischen Postkutschenweges östlich von Hullern scheint es aber nicht mehr zu geben.

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