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Regierungsvizepräsidentin überreicht ersten Zuwendungsbescheid für 2Stromland

ueberreichung der-foerderungMünster/Olfen. Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller hat heute (12. Dezember) im Gebäude der Bezirksregierung Münster am Domplatz im Beisein von Norbert Blumenroth, Hauptdezernent für den Natur- und Landschaftsschutz bei der Bezirksregierung, einen Zuwendungsbescheid über 1.088.990 Euro an Olfens Bürgermeister Josef Himmelmann überreicht.

Das Geld stammt aus dem Fördertopf des Landes Nordrhein-Westfalen für Landschaftspflege und Naturschutz und soll den Grunderwerb für die Starterflächen des Regionale 2016-Projektes "Experiment Hutewald" ermöglichen, die sich derzeit noch im Besitz der RAG befinden.

Das „Experiment Hutewald“ soll die Möglichkeiten der Waldbeweidung auf einem rund 800 Hektar großen Areal erforschen und dabei der Frage nachgehen, wie Wald durch ökologischen Ausgleich für Tiere und Menschen attraktiver werden kann.

Unter anderem soll erforscht werden, wie ein beweideter Wald aus heimischen Lichtbaumarten wie Stiel-Eiche, Trauben-Eiche, Sand-Birke, Moor-Birke, Eberesche, Zitter-Pappel und Wald-Kiefer entstehen kann. Damit soll an die Geschichte der Landschaft angeknüpft werden, die durch ausgedehnte Sandheiden gekennzeichnet war.

In das Konzept sollen die Kiefernbestände in der Nachbarschaft der „Westruper Heide“ einbezogen werden. Die Entwicklung lichter Waldformen könnte diesen besonders wertvollen Landschaftsraum aufwerten, da auf diese Weise die vorhandenen heidetypischen Arten gestärkt werden können. Dazu würden wilde Rinder und Pferde in Koppeln gehalten, die je ungefähr 100- 300 Hektar groß sind, so dass sich natürliche Herdenstrukturen herausbilden können.

Die im Rahmen der Regionale 2016 ausgesuchten "Experimente" sind keine Labor- oder naturwissenschaftlichen Experimente. Mit Experimentieren ist hier gemeint, dass die Akteure im 2Stromland zwischen Olfen und Haltern am See gemeinsam neue Wege gehen, kleine Projekte in der Landschaft auszuprobieren, sich zwischendurch mit Wissenschaftlern beraten und sich zu den Wirkungen der Experimente auszutauschen.

Alle "Experimente" sollen bis 2016 als Pilotprojekte umgesetzt sein und in konkreten räumlichen Situationen zeigen, wie Orte der Landschaft entwickelt werden können. Die Öffentlichkeit kann dabei die Entstehung der Experimente mitverfolgen.

Foto: Freuten sich gemeinsam über die Bewilligung: Dorothee Feller, Josef Himmelmann und Norbert Blumenroth (BzR-Münster)

Weitere Informationen zu den Regionale 2016-Projekten finden sich auch auf www.regionale2016.de

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