Die Lippe
Die Stever

Login Form

Anzahl Beitragshäufigkeit
463840

Ein „ Tag im 2Stromland “

245 1423fieldBildDer „Tag im 2Stromland“ ist das jährliche Ereignis, um die interessierte Öffentlichkeit an ersten Ergebnissen dieser Experimente teilhaben zu lassen. Nach den erfolgreichen Tagen im 2Stromland der vergangenen Jahren, die im Zeichen der Experimente Wirtschaftswege, Flussstrände und dem Umbau der Stadtmühlenbucht in Haltern am See standen, organisieren die Projektträger auch 2015 wieder einen „Tag im 2Stromland“-am Freitag, 25. September, von 13.bis 18.30 Uhr an der neuen Steverumflut in Olfen. (Kökelsumer Straße, Olfen). Zwischen Lippe und Stever, zwischen Olfen und Haltern am See, zwischen dem Ruhrgebiet und dem Münsterland liegt ein fast vergessener Raum. Das Landschaftsbild prägen die Flüsse Lippe und Stever mit ihren Auen. Zwischen ihnen liegen Städte und Dörfer, landwirtschaftliche Flächen, große Wälder und die Halterner Stauseen. Mit dem „2Stromland“, einem Projekt der Regionale 2016, wollen die Städte Haltern am See, Olfen und Datteln, der Lippeverband, die HVG Grünflächenmanagement GmbH, die Landschaftsagentur Plus, Gelsenwasser AG und RAG Montan Immobilien GmbH Brücken schlagen zwischen Ruhrgebiet und Münsterland. In dieser Region, in der eine ausgeprägte Flächenkonkurrenz zwischen verschiedenen Nutzungen herrscht, soll ein neuer Umgang mit der Landschaft erprobt werden. Wer etwas erproben will, muss dazu „Experimente“ durchführen, Experimente, die sich in diesem Fall mit jeweils unterschiedlichen Aspekten der Kulturlandschaft und ihren Möglichkeiten befassen. Diesmal wird das Experiment Hutewald der Städte Olfen und Haltern am See im Mittelpunkt stehen. Hier soll in zwei jeweils etwa 50 Hektar großen Flächen die früher weitverbreitete Waldbeweidung wieder eingeführt werden. Im Gegensatz zu vergangenen Zeiten, in denen die Waldbeweidung der Fleischgewinnung diente, soll mit dem Experiment Hutewald untersucht werden, wie aus dem aus Nadel-und Mischwald bestehendem Landschaftsraum zwischen Olfen und Haltern am See ein naturnaher, artenreicher und lichter Wald geschaffen werden kann. Dabei sollen die Waldstücke, die auch heute schon von vielen Bürgern für Spaziergänge genutzt werden an Attraktivität gewinnen. Ein reichhaltiges Programm mit Fachdiskussionen, Erkundungen und Unterhaltung wird die Besucher an diesem Tag erwarten. Nicht nur fachlich interessierte Bürgerinnen und Bürger kommen dabei auf ihre Kosten, die Veranstaltung wendet sich auch an die ganze Familie: So gibt es Floßfahrten auf der Stever, Exkursionen in die Steveraue und geführte Radtouren mit fachkundigen Erläuterungen in den Hutewald. Das mobile Forschungslabor Lumbricus und Spielangebote für Kinder runden das Programm ab. Der Eintritt ist frei.

Die Maifisch schwimmt

lippefaehre116. September 2015        Der Lippeverband hat die neue Lippefähre in den vergangenen Tagen in Flaesheim in den Fluss gehoben. Bis zur feierlichen Einweihung am Freitag, 25. September, um 15 Uhr werden nun noch die letzten Feinarbeiten an dem Boot sowie an den Ufern durchgeführt: Die Zuwegungen und Zäune erhalten gewissermaßen den letzten Schliff.

Mittlerweile hat sich eine Jury (bestehend aus Lippeverband, Stadt Haltern am See, Heimatverein Flaesheim und Halterner Zeitung) auf einen Namen für die Lippefähre geeinigt: Aus den vielen Vorschlägen aus der Bevölkerung hat es am Ende der Name „Maifisch“ geschafft.

Und diese seltene Fischart hat einen ganz besonderen Bezug zur Lippe in Haltern – denn um diesen Fisch wieder in dem Gewässer anzusiedeln, hat der Lippeverband im vergangenen Jahr eine Million Larven in die Lippe bei Haltern-Lippramsdorf entlassen. Die Besatzaktion fand im Juni 2014 in Kooperation zwischen dem Lippeverband und dem LIFE+-Projekt „Alosa alosa“ (lateinische Bezeichnung für Maifisch) der Europäischen Union statt. Im Rahmen des LIFE+-Programms der EU zur Wiederansiedlung des Maifisches im Rhein-System und zum Schutz der Restbestände der Art im südfranzösischen Girondegebiet wurden junge Maifische in der Lippe und weiteren Rhein-Zuflüssen ausgewildert.

Der Maifisch zählt zu den heringsartigen Fischen, dringt jedoch anders als seine Verwandten und ähnlich wie der Lachs weit in die Flüsse vor, um sich dort an kiesigen Flussabschnitten fortzupflanzen. Während der Laichwanderung zwischen April und Juni war der Fisch einst eine begehrte Beute der Rheinfischer und die Fische wurden vor allem im Mai – hierher rührt der deutsche Name – in vielen Gasthäusern angeboten. Aufgrund der massiven Überfischung, der zunehmenden Wasserverschmutzung, des Baus unpassierbarer Wehranlagen und durch die Vernichtung von Lebensräumen verschwand die Fischart Anfang des 20. Jahrhunderts aus den Flüssen in ganz Deutschland. Restbestände überlebten nur in einigen Flüssen in Südwesteuropa, darunter Garonne und Dordogne in Frankreich.

Nun soll der Maifisch wieder die Lippe bevölkern – symbolisch macht es auch die neue Lippefähre mit dem gleichen Namen.

Eine Umweltlüge?

erde schatten transFracking, - schon mal gehört?
Im Zuge der Energiegewinnung werden alle Möglich- und Unmöglichkeiten genutzt nicht nur zur Sicherstellung der Energie die zum Leben benötigt wird sondern auch und dies ins besondere um noch mehr Geld zu verdienen. Egal wer darunter zu leiden hat, zuletzt ist es immer der Mensch. Erst profitiert der Mensch dvon und nachher leidet er darunter. Viele Dinge die nicht zu ende gedacht werden oder auch verschwiegen werden, so nach dem Motto: " was nacher kommt ist mir egal!". Kann das aber der Lebensinhalt des Menschen sein der auf einem, noch einzigartigen Planeten, lebt. Einem blauen Planeten, der bald grau sein könnte!!

Gerade der Umgang mit dem lebenselexier WASSER die Grundlage alles Lebens, der wichtigste Energiespender für Mensch, Tier und Pflanze. Dieses Wasser wurde schon genug gebeutelt und soll noch mehr geopfert werden. Es gibt schon Menschen auf dieser Erde, die auf Grund der schlechten Wasserverhältnisse dahinvegetieren. Es gibt schon Bereiche auf unserem Planeten die unbewohnbar wurden auf Grund von Wassermangel oder schlechter Wasserqualität.

Was muß noch passieren, das "Mensch" endlich die Funktion unseres Planeten "Erde" versteht. Sind nicht schon genug Warnhinweise gegeben, wie Klimawechsel, Ozonloch, Feinstaub, Smog, Wasserverunreinigungen usw.?

Und nun noch dieses Fracking. Dieses Video, ein Mitschnitt einer ZDF Fernsehsendung, zeigt deutlich was das bedeutet, auch wenn es komödienlike dargestellt wird. Vielleicht verstehen aber die Menschen das ganze eher in dieser Form der Aufklärung, und sich dann angestoßen fühlen selber mal nachzuforschen was Fracking bedeutet. Video

Landschaftsagentur Plus unterzeichnen Vertrag über Ökokonten

caf7450a74Erstmalig hat der der Kreis Recklinghausen mit der Landschaftsagentur Plus GmbH einen Vertrag abgeschlossen, der das Management von Kompensations-maßnahmen und die Führung sogenannter Ökokonten regelt. Der Vertrag startet mit einem Gesamtvolumen von rund 215,0 ha im Kreisgebiet Recklinghausen. Die Partner versprechen sich davon zukünftig eine zielgerichtete Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Natur und Landschaft. Die Führung der Ökokonten wird gem. § 5a Abs. 1 Landschaftsgesetz (Ökokonto VO) geregelt. Unterzeichnet wurde der Vertrag von Nicole Büsing, der Geschäftsführerin der Landschaftsagentur Plus, und von Cay Süverkrüp, dem Landrat des Kreises Recklinghausen am 3. Juni 2014 am Standort der Landschaftsagentur Plus auf Haus Vogelsang in Datteln-Ahsen.

Mit dem Vertrag sollen hochwertige und großräumige Naturschutzmaßnahmen durch zielgerichtete Investitionen geschaffen werden. Weiterhin dient er als Grundlage für verbindliche Qualitätsstandards für Ausgleichsmaßnahmen sowie einer Reduzierung des Verwaltungsaufwands. Durch den Ökokonto-Vertrag können künftig kleine Kompensationsmaßnahmen gebündelt und in eine gesamträumliche Landschaftsentwicklung eingebunden werden. Dies erhöht insgesamt die Effizienz der Naturschutzmaßnahmen. Unternehmen, die Ausgleichsflächen für geplante Baumaßnahmen suchen, können durch diese Kooperation mit dem Kreis Recklinghausen von der Landschaftsagentur Plus effizienter beraten und bedient werden.


Kompensationsbedarfe - die im Wesentlichen den Flächenverbrauch von Neubaumaßnahmen ausgleichen sollen - können so vorausschauend geplant werden und in ökologisch hochwertige und langfristig verfügbare Landschaftsräume vermittelt werden.

Um diese Ziele zu gewährleisten, erwirbt die Landschaftsagentur Plus - ein Gemeinschaftsunternehmen der HVG Grünflächenmanagement und der RAG Montan Immobilien - Flächen, schließt Gestattungsverträge mit Flächeneigen-tümern und führt Landtauschverfahren durch. Der Ausgleich erfolgt anschließend eingebunden in die übergeordnete Landschaftsplanung. Dadurch wird ein mehr oder weniger räumlich zufällig stattfindender Ausgleich minimiert und es können großräumige Naturräume als Ausgleichräume entstehen.

Beide Partner sind sich einig, dass sie damit Prozess- und Qualitätsstandards festlegen, den Verwaltungsaufwand reduzieren und mehr Transparenz für alle Beteiligten schaffen. Außerdem sollen künftig konkurrierende und andere wichtige Flächennutzungen (z.B. Landwirtschaft) stärker berücksichtigt werden.

Als Novum gilt, dass der größte Teil der Ökokonto-Flächen von der Landschaftsagentur Plus an Naturschutzstiftungen übertragen werden. Damit soll insbesondere die nachhaltige Entwicklung der Ausgleichsflächen langfristig sichergestellt werden.

Hintergrund: Für jeden Eingriff in Natur und Landschaft, wie er z.B. durch Baumaßnahmen verursacht wird, muss ein Ausgleich geschaffen werden, um ökologische Qualitäten zu erhalten. Verantwortlich für den Ausgleich sind die Bauträger selbst. Jedoch ist für viele Vorhabenträger die Beschaffung geeigneter Flächen, die Planung und Herstellung von Naturschutzmaßnahmen und die behördliche Abnahme ein schwieriges und zeitintensives Prozedere mit häufig nicht zufriedenstellenden naturschutzfachlichen Ergebnissen.
Die Landschaftsagentur Plus übernimmt diese komplexe Abwicklung für Bau- und Vorhabenträger. Dazu arbeitet sie im engen Dialog mit dem Kreis Recklinghausen und anderen Behörden, um die Entwicklung großräumiger arrondierter Kompensationsflächen voran zu treiben. Mit dem neuen Vertrag werden hierfür Standards im Hinblick auf die Landschaftsentwicklung, Kontrollen, Maßnahmenumsetzung sowie Pflege und Unterhaltung verbindlich festgelegt. Von diesen Qualitätsstandards profitieren auch die Vorhabenträger, indem ihre Kompensationsverpflichtungen sehr flächeneffizient umgesetzt werden können. Der Vertrag ist darüber hinaus ein wichtiger Meilenstein für das Regionale 2016- Zukunftsland Projekt "2Stromland", in dem es insbesondere um das Thema des nachhaltigen Flächenmanagements zwischen der Stever und der Lippe geht.
Die Landschaftsagentur Plus und der Kreis Recklinghausen sind Mitglieder in der Projektgruppe; auch hier wird der Vertrag bei einer effizienten Umsetzung eines interkommunalen Kompensationsmanagements der Städte Haltern am See, Datteln und Olfen wirksam unterstützen. Das Beispiel "2Stromland" zeigt bereits heute, dass ein überregionales und ganzheitlich gedachtes Kompensations-management einen Landschaftsraum wirkungsvoll befördern kann.

B474n, BUND-Erfolg vor dem Bundesverwaltungsgericht

karte-b474nEinige die das lesen werden sagen, was geht uns das an, das ist weit weg, der Neubau der B474n, als Ortsumgehung von Datteln. Aus der Pressemitteilung des "Bund NRW" ist zu entnehmen:

"Das Verfahren des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen das Land Nordrhein-Westfalen wegen der fernstraßenrechtlichen Planfeststellung für den Neubau der B 474n (Ortsumgehung Datteln) geht in eine weitere Runde. Das Bundesverwaltungsgericht hat jetzt die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster vom 18. Januar 2013 aufgehoben und zur erneuten Verhandlung an das OVG zurück verwiesen. Damit hat sich der BUND mit seiner Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil durchgesetzt.

Wir freuen uns über die klare Entscheidung und die direkte Aufhebung des OVG-Urteils“, sagte Thomas Krämerkämper, Vorstandsmitglied des BUND in Nordrhein-Westfalen. „Für die nächste Runde erwarten wir eine offene und faire Verhandlung und eine ernsthafte Berücksichtigung des Naturschutzes.“

Das Bundesverwaltungsgericht beanstandete, dass das Recht des BUND auf rechtliches Gehör verletzt worden sei, weil der ausführliche Vortrag des Umweltverbandes zu den artenschutzrechtlichen Verboten der Tötung geschützter Arten und des Verbots der Zerstörung von Lebens- und Ruhestätten vom Gericht weder hinreichend zu Kenntnis genommen noch gewürdigt worden waren. Dabei geht es insbesondere um den Schutz von Vogelarten.  In seinem Urteil vom 18. Januar 2013 hatte der 11. Senat sogar die von den Straßenplanern schriftlich selbst zugegebenen artenschutzrechtlichen Verstöße ignoriert. Auch die vorgesehenen Schutzmaßnahmen im Waldgebiet „Die Deipe“ waren nicht sachgemäß geprüft worden.

BUND-Vorstand Thomas Krämerkämper zeigt sich gespannt,  wie sich das Oberverwaltungsgericht für die neue Verhandlungsrunde aufstellen wird. „Bei vollständiger Berücksichtigung unserer fundierten Argumente müsste die verfehlte Straßenplanung endlich beerdigt werden.“

Die B 474 n sollte ursprünglich die Bundesautobahn A2 im Süden mit der Bundesautobahn A 43 verbinden und im Rahmen der damals geplanten Bergbaunordwanderung eine zusätzliche überregionale Verkehrsverbindung in den niederländischen Grenzraum darstellen. Der Südabschnitt ‚Waltrop’ der Planung ist bereits 1994 vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster gescheitert, zudem wurde die Planung für den Nordabschnitt bei Olfen und Dülmen mangels Bedarf eingestellt. Vorliegend geht es noch um den mittleren Abschnitt ‚Datteln’, der jedoch nach Auffassung des BUND keine nennenswerte Verkehrsbedeutung hat. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die ursprünglich zur Planrechtfertigung heran gezogene Anbindung des vor dem Scheitern stehenden newPark-Projektes als Argument ausfällt."

Fazit:

Es ist deutlich zu erkennen, das die Gerichte langsam sensibeler werden, was den Schutz der Natur, der Tiere und nicht zuletzt auch dem Menschen angeht. Das nicht einfach ohne Rücksicht, Rückzugsräume vernichtet werden, die auch nicht durch Ausgleichsflächen wieder gut gemacht werden können. Sollte diese Revision bestand behalten wäre dies auch eine Signal für die K8n. Bild aus b474n.de

Get more Joomla!® Templates and Joomla!® Forms From Crosstec